The tumulus Tatarlı which was built in the 5th century BC near the Persian Royal city Celaenae (today Dinar, Afyonkarahisar province) has great value for the cultural heritage of Turkey for its colorful wall paintings, since the genre of ancient wood painting is almost entirely lost to us. The grave was looted in 1969; its best preserved beams were cut off and smuggled abroad. The remaining beams were dismantled and brought to the Archaeological Museum in Afyonkarahisar. Six years ago, four missing parts of the painted beams were rediscovered in a museum in Munich (Germany). After having proved their origin in the Tatarlı-Tumulus Latife Summerer and Alexander von Kienlin started, in close cooperation with the Turkish Ministry of Culture and Tourism, a project to rebuild the tomb chamber that was destroyed forty years ago as complete as possible in order to preserve it for future generations. By returning the stolen pieces back to Turkey and restoring the largest wood paintings survived to us from the antiquity this project is not only an invaluable contribution to science, but it also considerably contributes to the preservation of the cultural heritage of Turkey.
Thanks to the financial support of the Agency “Istanbul 2010 European Capital of Culture” and the Ministry of Foreign Affairs of the Federal Republic of Germany this exceptional painted wooden tomb chamber with its colorful pictures of war, ritual and myth will be restored and first exhibited in the Museum Vedat Nedim Tör (the Yapı Kredi Center of Culture) between 17 June and 26 September 2010.
Tatarlı -Rückkehr der Farben
Das im 5. Jh. v. Chr. in der Nähe der alten persischen Residenzsstadt Kelainai (heute Dinar, Provinz Afyon) errichtete Tumulusgrab von Tatarlı ist für das Kulturerbe der Türkei von unschätzbarem Wert, da seine hölzerne Grabkammer vollflächig mit qualitätvollen persisch beeinflussten Holzmalereien überzogen war – eine heute fast gänzlich verlorene Kunstgattung. Das Grab wurde 1969 geplündert, die besterhaltenen Balken herausgesägt und ins Ausland geschafft. Die restlichen Holzbalken wurden ins Archäologische Museum von Afyon gebracht. Vor sechs Jahren wurden vier fehlende Balkenteile in einem Museum in München (Deutschland) wiederentdeckt. Einmal der Nachweis der Zugehörigkeit dieser Stücke mit dem Tatarlı-Grab erbracht, starteten Latife Summerer und Alexander von Kienlin, in enger Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Kultur und Tourismus der Republik Türkei, ein Projekt diese vor vierzig Jahren zerstörte Grabkammer so vollständig wie möglich wiederaufzubauen, und auf diese Weise sie für künftige Generationen zu bewahren. Mit der Restaurierung der größten aus der Antike erhaltenen Holzmalereien und der Rückführung aller bereits außer Landes gelangten Teile der Grabkammer ist dieses Projekt nicht nur für die Wissenschaft ein unschätzbarer Gewinn, sondern leistet auch einen wesentlichen Beitrag zur Bewahrung der türkischen Kulturschätze.
Mit Förderung der Agentur Istanbul 2010 Kulturhauptstadt Europas und des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland wird diese einzigartige bemalte Holzgrabkammer mit ihren farbenfrohen Bildern von Krieg, Kult und Mythos restauriert und zum ersten Mal im Museum Vedat Nedim Tör des Kulturzentrums der Yapı Kredi zwischen dem 17. Juni und 26. September 2010 ausgestellt.